Eine Steuerberatungskanzlei in Graz mit zwölf Beschäftigten, rund 1.800 Belege im Monat, zwei Personen, die Lieferant, Datum, Betrag, Steuersatz und UID in BMD tippen: So sieht ein typischer Ausgangspunkt aus. Das Problem ist selten die Technik. Modelle, die Rechnungen lesen, gibt es genug. Schwierig wird es dort, wo das Ergebnis in den Arbeitsablauf muss, wo Mandantendaten dem Berufsgeheimnis unterliegen und wo nach drei Monaten niemand mehr weiß, wer für das Werkzeug zuständig ist. Unsere KI-Einführung deckt deshalb den ganzen Weg ab: Anwendungsfall auswählen, Prototyp mit Ihren eigenen Unterlagen bauen, Qualität messen, in Ihre Programme einbinden und den laufenden Betrieb an eine verantwortliche Person im Haus übergeben. Alles läuft per Fernzugriff und Videotermin.
Nicht jeder Ablauf eignet sich. Am besten funktionieren Aufgaben mit hohem Volumen, klaren Regeln und einem Fehler, der beim Prüfen auffällt. Diese Arbeitspakete gehören zu einer Einführung.
Wie oft kommt die Aufgabe vor, wie regelhaft ist sie, was kostet ein Fehler und gibt es brauchbare Beispieldaten? Kandidaten sind etwa Eingangsbelege, Lieferscheine, Anfragen im Sammelpostfach, Reklamationen oder Produkttexte für den Onlineshop.
Referenzsatz
Wir stellen einige hundert abgeschlossene Fälle zusammen, deren richtiges Ergebnis feststeht. An diesem Satz wird jede Variante gemessen, statt nach Gefühl zu urteilen.
Prototyp in abgeschotteter Umgebung
Zuerst läuft alles getrennt vom Echtbetrieb, mit Zugriff nur auf die freigegebenen Unterlagen. Erst wenn die Werte stimmen, bekommt das Werkzeug Anschluss an Ihre Systeme.
Einbindung in Ihre Programme
Buchungsvorschlag in BMD oder RZL, Antwortentwurf in Outlook, Kategorie im Ticketsystem, Produkttext als Entwurf in Shopware oder WooCommerce. Ihr Team soll kein zusätzliches Fenster öffnen müssen.
Freigabe durch Menschen
Solange die Qualität nicht belegt ist, wird nichts ohne Zustimmung verbucht oder verschickt. Diese menschliche Aufsicht zu dokumentieren passt auch zu den Erwartungen der EU-KI-Verordnung (AI Act). Was die Verordnung für Sie konkret bedeutet, klärt Ihre Rechtsberatung.
Datenschutz und Berufsgeheimnis
Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Modellanbieter, Eintrag im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten, Verarbeitung in der EU, bei Bedarf eine Datenschutz-Folgenabschätzung. Für Kanzleien und Ordinationen prüfen wir zusätzlich, ob eine eigene Umgebung nötig ist.
Übergabe und Betrieb
Eine Kurzanleitung, eine interne Ansprechperson, ein monatlicher Blick auf Trefferquote und Kosten pro Vorgang. So merkt jemand, wenn sich Lieferantenformate ändern und die Qualität nachlässt.
So gehen wir vor
Wie lange es dauert, hängt vom Anwendungsfall und vom Zustand der Daten ab. Nach jedem Schritt entscheiden Sie, ob es weitergeht.
01
Kandidaten bewerten
Kurze Gespräche mit den betroffenen Teams, Bewertung nach Volumen, Regelhaftigkeit, Fehlerkosten und Datenlage.
02
Prototyp und Messung
Zwei oder drei Modellvarianten treten am Referenzsatz gegeneinander an. Sie sehen Trefferquote, Zeitgewinn und Kosten je Vorgang.
03
Einbindung und Probelauf
Anschluss an Ihre Programme, einige Wochen Betrieb mit vollständiger Kontrolle durch das Team.
04
Übergabe
Dokumentation, Einschulung der verantwortlichen Person und vereinbarte Kennzahlen für den laufenden Betrieb.
Die teuerste KI ist die, die nach drei Monaten niemand mehr verwendet. Das passiert, wenn das Werkzeug neben der eigentlichen Arbeit läuft, wenn niemand zuständig ist oder wenn sich die Qualität unbemerkt verschlechtert. Deshalb gehört zu jeder Einführung eine benannte Person im Betrieb, die die Kennzahlen kennt, Rückmeldungen sammelt und entscheiden darf, wann nachgeschärft wird.
Häufige Fragen
Im Probelauf fängt die Kontrolle durch Ihr Team das ab, und jeder Fehler fließt in die Auswertung ein. Auch später bleibt eine Prüfung bestehen, oft nur noch für Felder, bei denen das Modell selbst unsicher ist. Eine vollautomatische Verbuchung ohne jeden Blick eines Menschen empfehlen wir bei steuerlich relevanten Daten nicht.
Nein. Sie brauchen eine Person, die den Ablauf fachlich kennt und etwa zwei Stunden pro Woche für Rückmeldungen einplanen kann. Die technische Umsetzung übernehmen wir per Fernzugriff.
Seltene Einzelfälle, Entscheidungen mit großer Tragweite ohne klare Regeln und alles, wofür es keine brauchbaren Beispieldaten gibt. Auch Aufgaben, die sich mit einer einfachen Regel in der bestehenden Software lösen lassen, brauchen keine KI. Wir sagen Ihnen das offen.
Als Projekt mit vorab vereinbartem Umfang oder nach Aufwand zu 110 € pro Stunde zzgl. USt nach vorheriger Schätzung. Die laufenden Kosten des Modellanbieters schätzen wir vor dem Start je Vorgang und Monat.
Programme wie KMU.DIGITAL, Förderungen der aws oder der Bundesländer haben Digitalisierungsvorhaben in manchen Runden unterstützt. Ob Ihr Vorhaben passt, klären Sie direkt mit der Förderstelle. Wir stellen keine Anträge und versprechen keine Förderung.
Erreichbarkeit Montag bis Freitag, 8:00 bis 17:00 Uhr, Antwort innerhalb eines Werktags
Besprechungen Als Videotermin über Microsoft Teams oder Google Meet
Ihre Anfrage ist eingegangen
Sie hören spätestens am nächsten Werktag von uns. Haben Sie einen Ausfall gemeldet, der Ihr Team gerade blockiert, kümmern wir uns zuerst darum.
Wir klären Offenes. Fehlt uns eine Angabe für die Einschätzung, schreiben wir Ihnen oder schlagen einen kurzen Videotermin über Teams oder Google Meet vor.
Sie erhalten ein Angebot. Darin stehen Umfang, Preis in Euro zzgl. USt und ein realistischer Starttermin, ohne Kleingedrucktes.
Sie entscheiden. Das Angebot kommt per E-Mail. Nehmen Sie sich Zeit, fragen Sie zu jedem Punkt nach und entscheiden Sie danach in Ruhe.
Ihren Ort auswählen
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