Seit Telearbeit in § 2h AVRAG geregelt ist, braucht regelmäßiges Arbeiten außerhalb des Büros eine schriftliche Vereinbarung, und die Frage, wer die digitalen Arbeitsmittel stellt, muss geklärt sein. Technisch läuft in vielen Betrieben aber noch das, was im März 2020 in Eile aufgebaut wurde: ein Remotedesktop-Port, der am Router offen steht, und ein Passwort, das drei Leute kennen. Das hält, bis ein automatischer Scanner den Port findet. Apply baut den Zugang neu auf: nichts direkt aus dem Internet erreichbar, die Daten in Microsoft 365 oder auf Ihren Servern, und bei jedem Austritt ist der Zugang sofort weg.
Der Umfang hängt davon ab, womit Ihre Leute wirklich arbeiten. Ein Vertriebsteam, das den ganzen Tag in Outlook und Angeboten steckt, braucht etwas anderes als eine Buchhaltung, die an einem BMD auf dem Büroserver hängt.
Entweder ein verschlüsselter Tunnel ins Firmennetz oder Zugriff Anwendung für Anwendung nach dem Zero-Trust-Prinzip. In beiden Fällen verbindet sich nur ein verwaltetes, aktuelles Gerät mit einem aktiven Konto, nicht jeder, der zufällig das Passwort kennt.
Virtuelle Desktops
Azure Virtual Desktop oder ein Terminalserver: Der Arbeitsplatz läuft im Rechenzentrum, der Laptop daheim zeigt nur das Bild. Die Dateien verlassen den Server nicht, auch wenn das Gerät im Railjet zwischen Salzburg und Wien liegen bleibt.
Branchensoftware auch von daheim
BMD, RZL, eine AVA-Software oder ein schweres CAD-Programm laufen in einer Remotesitzung flüssig, weil über das Internet nur der Bildschirminhalt reist und nicht die Datenbank. Niemand muss den Jahresabschluss auf einen USB-Stick kopieren, um abends daheim weiterzumachen.
MFA und bedingter Zugriff
Ein zweiter Faktor über Microsoft Authenticator und Regeln in Entra ID, die Anmeldungen aus Ländern ohne Beschäftigte oder von unbekannten Geräten blockieren. Ein per Phishing-Mail abgefangenes Passwort öffnet allein keine Tür mehr.
Intune und die Liste der Arbeitsmittel
Laptops und Handys werden in Intune erfasst, Festplatten mit BitLocker verschlüsselt und bei Verlust aus der Ferne gelöscht. Nebenbei liefert Intune eine Liste, welches Gerät welcher Person zugeordnet ist, eine gute Grundlage für die Aufstellung der digitalen Arbeitsmittel in der Telearbeitsvereinbarung. Geht jemand, werden Konto, VPN und Postfach in einem Schritt geschlossen.
Arbeitszeitaufzeichnung und Ruhezeiten
Die Regeln legt das Unternehmen fest, gegebenenfalls mit dem Betriebsrat. Apply bringt sie in die Werkzeuge: Ruhezeiten in Teams, zeitversetztes Senden in Outlook, damit die Mail von 22 Uhr erst um 8 Uhr ankommt, und Single Sign-on für die Zeiterfassungs-App, damit die Arbeitszeitaufzeichnung von daheim kein zusätzliches Hindernis wird.
Welches Modell zu Ihrem Unternehmen passt
Drei gängige Varianten. Entscheidend ist, welche Daten Sie verarbeiten und wo die Anwendungen laufen, nicht an wie vielen Tagen pro Woche jemand daheim arbeitet.
Variante 1
Firmenlaptop und VPN
Die Person bekommt ein Firmengerät und verbindet sich über einen verschlüsselten Tunnel mit dem internen Netz.
Schnell startklar
Die Gewohnheiten im Team ändern sich kaum
Die Dateien reisen mit
Verschlüsselung und Intune sind Pflicht
Daten bleiben zentral
Variante 2
Virtuelle Desktops oder Terminalserver
Anwendungen und Daten bleiben im Rechenzentrum, nach Hause kommt nur das Bild.
Nichts verlässt das System
Sinnvoll bei Gesundheitsdaten oder Lohnverrechnung
Neue Leute arbeiten am ersten Tag
Kein Gerät muss vorher eingerichtet werden
Variante 3
Alles in Microsoft 365
E-Mail, Dokumente und Zusammenarbeit in der Cloud, ganz ohne Verbindung ins Büronetz.
Funktioniert überall
Unabhängig von der Leitung im Büro
Lokale Programme bleiben außen vor
Ein ERP im Büro braucht eine Ergänzung
Die häufigste Lücke ist nach wie vor der Remotedesktop, der direkt im Internet steht. Ein offener Port 3389 taucht binnen Stunden in automatischen Scans auf, danach folgen massenhafte Passwortversuche und nicht selten Ransomware. CERT.at warnt seit Jahren vor genau diesem Einfallstor. Wenn sich Ihr Team so von daheim verbindet, ist das die erste Baustelle, noch bevor über virtuelle Desktops oder Vereinbarungen gesprochen wird.
Häufige Fragen
Technisch ja, über einen virtuellen Desktop oder Microsoft 365 im Browser, mit einer Regel für bedingten Zugriff, die Downloads verhindert. So landet nichts auf der privaten Festplatte. Einen Privatrechner per VPN ins interne Netz zu lassen, ist dagegen keine gute Idee, weil niemand weiß, was darauf läuft. Arbeitsrechtlich gilt: Stellt das Unternehmen die digitalen Arbeitsmittel nicht selbst bereit, ist in der Regel ein angemessener Kostenersatz zu vereinbaren. Die Details klären Sie mit Ihrer Arbeitsrechtsberatung oder der Wirtschaftskammer.
Den technischen Teil. Wir erstellen die Liste der Geräte und Programme, die das Unternehmen bereitstellt, beschreiben die erlaubten Verbindungswege, wo Dateien gespeichert werden, was bei Verlust eines Laptops zu tun ist und wen man verständigt. Kostenersatz, Umfang der Telearbeit, Arbeitszeitregeln und Fragen der Unfallversicherung bearbeiten Personalabteilung, Rechtsberatung und gegebenenfalls der Betriebsrat. Unser Text lässt sich einfügen, ohne Ihren umzuschreiben.
Mit einem einfachen VPN direkt auf die Datenbank im Büro wahrscheinlich schon: Client-Server-Anwendungen vertragen Latenz schlecht, und ein Verbindungsabbruch mitten im Schreibvorgang kann die Datenbank beschädigen. Die richtige Antwort ist eine Remotesitzung, bei der nur das Bild übertragen wird. Dann fühlt sich die Arbeit fast wie im Büro an, auch mit einer bescheidenen Leitung in der Wohnung.
Apply speichert Anmeldeprotokolle: wer sich wann an welchem System angemeldet hat. Das ist eine übliche Sicherheitsmaßnahme. Programme, die Bildschirm oder Tastatureingaben aufzeichnen, installieren wir nicht. Kontrollmaßnahmen, die in die Persönlichkeitsrechte eingreifen, unterliegen in Österreich engen Grenzen und können die Zustimmung des Betriebsrats oder der Beschäftigten erfordern, dazu kommt die DSGVO. Das ist ein Thema für Ihre Rechtsberatung. Im Alltag zerstört solche Überwachung ohnehin mehr Vertrauen, als sie bringt.
Die Pflicht zur Aufzeichnung liegt beim Unternehmen, und welches System verwendet wird, entscheiden Sie mit Ihrer Lohnverrechnung. Apply sorgt dafür, dass es aus der Ferne gut funktioniert: Anmeldung mit demselben Microsoft- oder Google-Konto, App auf Handys und Laptops verteilt, Berechtigungen so gesetzt, dass jede Führungskraft nur ihr Team sieht. Wenn das Stempeln von daheim fünf Klicks und ein weiteres Passwort kostet, wird es vergessen.
Die Dauer hängt von der Zahl der Personen, Geräte und Anwendungen ab. Nach einer Prüfung per Fernzugriff bekommen Sie einen realistischen Zeitplan. Die Arbeiten verrechnen wir mit 110 € pro Stunde zzgl. USt, oder sie laufen im Rahmen eines monatlichen Pakets. Virtuelle Desktops kalkulieren wir gesondert, weil der größte Kostenfaktor die Kapazität für gleichzeitig angemeldete Personen ist.
Bringen wir Telearbeit in Ihrem Unternehmen in Ordnung
Sagen Sie uns, wie viele Personen außerhalb des Büros arbeiten und welche Anwendungen sie unbedingt brauchen. Wir schlagen das Modell vor, das zu Ihren Daten und Rahmenbedingungen passt.
Erreichbarkeit Montag bis Freitag, 8:00 bis 17:00 Uhr, Antwort innerhalb eines Werktags
Besprechungen Als Videotermin über Microsoft Teams oder Google Meet
Ihre Anfrage ist eingegangen
Sie hören spätestens am nächsten Werktag von uns. Haben Sie einen Ausfall gemeldet, der Ihr Team gerade blockiert, kümmern wir uns zuerst darum.
Wir klären Offenes. Fehlt uns eine Angabe für die Einschätzung, schreiben wir Ihnen oder schlagen einen kurzen Videotermin über Teams oder Google Meet vor.
Sie erhalten ein Angebot. Darin stehen Umfang, Preis in Euro zzgl. USt und ein realistischer Starttermin, ohne Kleingedrucktes.
Sie entscheiden. Das Angebot kommt per E-Mail. Nehmen Sie sich Zeit, fragen Sie zu jedem Punkt nach und entscheiden Sie danach in Ruhe.
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