Stellen Sie sich eine Rechtsanwaltskanzlei in Wien mit fünfundzwanzig Personen vor, die Hälfte davon regelmäßig im Homeoffice. Auf jedem Notebook liegen heruntergeladene Akten, die Kanzleisoftware läuft nur im Büronetz stabil, und eine neue Konzipientin wartet zwei Tage, bis ihr Gerät fertig eingerichtet ist. Ein virtueller Arbeitsplatz dreht das Prinzip um: Windows und alle Programme laufen im Rechenzentrum, das Notebook zeigt nur noch das Bild. Die Akten verlassen das Rechenzentrum nicht, ein gestohlenes Gerät verrät nichts, und ein neuer Arbeitsplatz steht an einem Nachmittag. Wir planen die Umgebung, bauen sie auf und betreiben sie laufend, alles aus der Ferne. Ob sich das rechnet, vergleichen wir vorher nüchtern mit neuen Notebooks und einem klassischen Terminalserver, denn für ein Büro mit sechs Personen und einem einzigen Programm ist VDI oft mehr, als es braucht.
Bevor wir über Produkte sprechen, klären wir sieben Punkte. Die Antworten entscheiden, ob Azure Virtual Desktop, Windows 365 oder ein klassischer Terminalserver bei einem europäischen Anbieter passt.
Wer arbeitet gleichzeitig, wer nur zeitweise? Bei vielen gleichzeitigen Personen lohnen sich geteilte Hosts mit Windows Multi-Session, bei wenigen und sehr unterschiedlichen Profilen eher ein Cloud-PC pro Person mit Windows 365.
Programme und ihre Eigenheiten
Fachsoftware mit lokaler Datenbank, feste Laufwerksbuchstaben, Lizenz-Dongles am USB-Port, Add-ins für Outlook. Jedes Programm bekommt einen Testlauf, bevor ein Termin fixiert wird.
Speicherort der Daten
Microsoft Azure mit Regionen in der EU oder ein Terminalserver bei Exoscale in Wien, Anexia, Hetzner oder IONOS. Wir dokumentieren, wo welche Daten liegen, für Ihr Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten.
Vorhandene Lizenzen
Microsoft 365 Business Premium und E3 enthalten derzeit Nutzungsrechte für Azure Virtual Desktop, ein eigener Terminalserver braucht RDS-CALs. Gerechnet wird mit dem, was Sie bereits bezahlen.
Endgeräte und Peripherie
Notebooks, Thin Clients oder Privatgeräte, dazu Drucker, Scanner, Signaturpads und Headsets. Was im Büro am Rechner hängt, muss auch im virtuellen Desktop ankommen.
Befristete Arbeitsplätze
Saisonkräfte im Tiroler Hotel, Projektmitarbeit, externe Prüferinnen: Zugänge für einige Wochen oder Monate, die danach vollständig verschwinden, ohne dass jemand Geräte einsammelt.
Betrieb nach dem Start
Monatliche Aktualisierung des Master-Images, Kostenkontrolle mit Zeitplänen und Budgetwarnungen, Anlage und Sperre von Konten, Hilfe für die Nutzenden.
So gehen wir vor
Für zwanzig bis dreißig Personen dauert es vom ersten Gespräch bis zum Abschluss der letzten Umstellungswelle meist vier bis sechs Wochen.
01
Wirtschaftlichkeitsrechnung
Monatskosten pro Person im Vergleich zu neuen Notebooks und einem eigenen Terminalserver. Fällt die Rechnung schlecht aus, sagen wir es und hören an dieser Stelle auf.
02
Testlauf mit echten Programmen
Eine kleine Umgebung, in der fünf bis acht Freiwillige zwei Wochen lang ihre tägliche Arbeit erledigen. Probleme mit Druckern oder Add-ins zeigen sich genau hier.
03
Umstellung in Wellen
Abteilung für Abteilung, mit Profilen in FSLogix, Regeln für bedingten Zugriff und Verteilung des Clients über Intune. Niemand verliert an einem Stichtag seine gewohnte Umgebung.
04
Laufender Betrieb
Updates, Support, Sicherung der Profile und ein Monatsbericht über Nutzung und Kosten.
Ein virtueller Desktop, der nachts durchläuft, kostet Geld für nichts. In der Cloud wird nach Laufzeit abgerechnet. Hosts, die abends nicht automatisch herunterfahren, treiben die Rechnung spürbar nach oben, ohne dass eine einzige Minute mehr gearbeitet wird. Wir richten Zeitpläne und Budgetwarnungen von Anfang an ein und zeigen im Monatsbericht, wo Leerlauf entstanden ist.
Häufige Fragen
Nicht immer. Für sechs Personen mit einem einzigen Programm sind gut verwaltete Notebooks oft günstiger und einfacher. Sinnvoll wird es bei viel Homeoffice, sensiblen Daten, häufigem Personalwechsel oder Fachsoftware, die nur im Büronetz stabil läuft.
Die Sitzung läuft im Rechenzentrum weiter. Wer kann, verbindet sich über den Hotspot am Handy oder von zu Hause und arbeitet in derselben Sitzung weiter. Eine zweite Leitung im Büro, etwa per 5G, empfehlen wir trotzdem.
Technisch ja, weil keine Daten auf dem Gerät landen: Kopieren, Drucken und lokales Speichern lassen sich sperren. Arbeitsrechtlich gehört das in die schriftliche Telearbeitsvereinbarung nach § 2h AVRAG, samt der Frage nach Kostenersatz für private Arbeitsmittel.
Mit der Medienoptimierung für Teams gehen Ton und Video direkt vom Endgerät zu Microsoft und nicht über den Host. Ohne diese Einstellung ruckeln Besprechungen, deshalb gehört sie bei uns zur Grundkonfiguration.
Projektarbeit verrechnen wir mit 110 € pro Stunde zzgl. USt oder nach einem Angebot, das auf der Wirtschaftlichkeitsrechnung aufbaut. Cloud und Lizenzen zahlen Sie direkt an den jeweiligen Anbieter, unseren Betrieb monatlich. Alle drei Posten weisen wir getrennt aus.
Sagen Sie uns, wie viele Personen virtuell arbeiten sollen und mit welchen Programmen. Innerhalb eines Werktags erhalten Sie eine erste Einschätzung, ob sich VDI für Sie rechnet.
Erreichbarkeit Montag bis Freitag, 8:00 bis 17:00 Uhr, Antwort innerhalb eines Werktags
Besprechungen Als Videotermin über Microsoft Teams oder Google Meet
Ihre Anfrage ist eingegangen
Sie hören spätestens am nächsten Werktag von uns. Haben Sie einen Ausfall gemeldet, der Ihr Team gerade blockiert, kümmern wir uns zuerst darum.
Wir klären Offenes. Fehlt uns eine Angabe für die Einschätzung, schreiben wir Ihnen oder schlagen einen kurzen Videotermin über Teams oder Google Meet vor.
Sie erhalten ein Angebot. Darin stehen Umfang, Preis in Euro zzgl. USt und ein realistischer Starttermin, ohne Kleingedrucktes.
Sie entscheiden. Das Angebot kommt per E-Mail. Nehmen Sie sich Zeit, fragen Sie zu jedem Punkt nach und entscheiden Sie danach in Ruhe.
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