Angenommen, ein Sanitärgroßhandel in St. Pölten arbeitet seit zwölf Jahren mit Microsoft Dynamics 365 Business Central. Derselbe Installateur existiert als „Huber Installationen GmbH“, als „HUBER INST.“ und als Eintrag ohne Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, der an einem hektischen Freitag angelegt wurde. Ein Thermostatventil hat zwei Artikelnummern, weil es einmal als Stück und einmal als Karton eingekauft wurde. Der Shopware-Shop legt bei jeder Gastbestellung einen neuen Kunden an. Keine Auswertung stimmt, der Außendienst misstraut den Umsatzlisten, und die Buchhaltung korrigiert vor jeder Zusammenfassenden Meldung händisch. Wir bringen diese Stämme in Ordnung. Wichtiger noch: Wir legen gemeinsam mit Ihnen fest, wer künftig Datensätze anlegen darf und nach welchen Regeln, damit in einem Jahr nicht alles wieder von vorn beginnt.
Stammdaten sind kein Selbstzweck. Wir beginnen dort, wo schlechte Daten Geld, Zeit oder Ärger mit dem Finanzamt kosten, und arbeiten uns erst danach zu den Schönheitsfehlern vor.
Umsatzsteuer-Identifikationsnummern, die über VIES oder die Abfrage in FinanzOnline bestätigt sind. Wer steuerfrei innergemeinschaftlich liefert, braucht gültige Nummern, sonst passt am Ende die Zusammenfassende Meldung nicht.
Lieferanten und Bankverbindungen
Eine geprüfte Bankverbindung pro Lieferant, Änderungen nur im Vier-Augen-Prinzip und mit Rückbestätigung über einen zweiten, bekannten Kanal, dazu ein Protokoll jeder Änderung. So wird aus einer gefälschten „neuen Kontoverbindung“ keine Überweisung an Betrüger.
Artikel für Shop und Marktplatz
GTIN, Verpackungseinheiten, Gewicht und Maße, damit Kaufland.at, Amazon und der eigene Shop dieselben Daten zeigen und die Versandkosten bei Post, DPD oder GLS korrekt berechnet werden.
Adressen, die ankommen
Postleitzahl, Ort und Straße in einheitlicher Schreibweise, Liefer- und Rechnungsadressen sauber getrennt, Zustellhinweise nicht mehr im Namensfeld. Das bedeutet weniger Rücksendungen und brauchbare Auswertungen nach Bundesland.
Warennummern und Ursprung
Für Waren, die über die EU-Grenze gehen oder in der Intrastat-Meldung landen: Zolltarifnummer, Ursprungsland und Eigenmasse als Pflichtfelder statt als Freitext im Bemerkungsfeld.
Zusammenführen mit Gedächtnis
Jede aufgelöste Nummer bleibt in einer Zuordnungstabelle erhalten, damit alte Belege, Schnittstellen und Berichte auch nach der Bereinigung weiter funktionieren.
Aussortieren, was niemand braucht
Gastkonten und inaktive Privatkundschaft aus dem Webshop, aufgelistet zur Entscheidung durch Sie und die für Datenschutz zuständige Person. Buchungsrelevante Daten bleiben dabei für die Aufbewahrungsfrist nach BAO erhalten.
So gehen wir vor
Wir arbeiten auf Exporten oder über einen gesicherten Zugang zu Ihrem System. Vor jeder Änderung gibt es eine Sicherung und Ihre Freigabe.
01
Datenprofil
Automatische Auswertung aller Stämme: leere Pflichtfelder, wahrscheinliche Dubletten, ungültige UID, Artikel ohne GTIN oder Gewicht. Ergebnis ist eine Seite mit Zahlen statt eines Bauchgefühls.
02
Regeln vereinbaren
Gemeinsam legen wir fest, was ein gültiger Kundendatensatz ist, wer anlegen darf und welche Felder Pflicht sind. Dafür reichen meist zwei kurze Videotermine.
03
Bereinigung in Paketen
Vorschläge landen in einer Prüfliste, die die zuständige Person abhakt. Erst danach spielen wir sie ein, jeweils nach einer frischen Sicherung.
04
Dauerhaft absichern
Pflichtfelder, Dublettenprüfung beim Anlegen, eingeschränkte Rechte und ein monatlicher Qualitätsbericht, der Ausreißer zeigt, bevor sie sich häufen.
Eine Bereinigung ohne zuständige Person hält ungefähr so lange wie ein aufgeräumter Schreibtisch. Kaum ist die große Aktion vorbei, legen Vertrieb, Webshop und Buchhaltung wieder Kunden an, jeder nach eigener Gewohnheit. Deshalb benennen wir für jeden Stamm jemanden in Ihrem Team, der neue Einträge stichprobenartig prüft und den Monatsbericht erhält. Ohne diese Rolle raten wir von einer aufwendigen Bereinigung ehrlich ab.
Häufige Fragen
Typisch sind BMD und RZL in der Buchhaltung, Business Central, Mesonic WinLine, SAP Business One oder Odoo als Warenwirtschaft sowie Shopware, WooCommerce oder Shopify im Webshop. Entscheidend ist, dass sich Daten exportieren und wieder importieren lassen, und das geht bei allen gängigen Systemen.
Das Datenprofil liegt nach wenigen Tagen vor. Die eigentliche Bereinigung verteilen wir auf einige Wochen, damit sie weder Fakturierung noch Monatsabschluss stört. Den konkreten Zeitplan erhalten Sie gemeinsam mit dem Profil.
Nicht pauschal. Buchungsrelevante Daten unterliegen der Aufbewahrungspflicht, Marketingdaten ohne Rechtsgrundlage sollten dagegen verschwinden. Wir liefern eine begründete Vorschlagsliste, entscheiden müssen Sie gemeinsam mit Ihrer Steuerberatung und der für Datenschutz zuständigen Person.
Nur wenn Sie das möchten, dann immer nach einer Sicherung und in freigegebenen Paketen. Alternativ bereiten wir Importdateien vor, die Ihr Team selbst einspielt.
Nach dem Datenprofil erhalten Sie ein Angebot mit geschätztem Stundenrahmen zu 110 € pro Stunde zzgl. USt.
Erzählen Sie uns, welche Auswertungen nicht stimmen oder wo doppelte Einträge stören. Wir beginnen mit einem Datenprofil, das die Größe des Problems in Zahlen zeigt.
Erreichbarkeit Montag bis Freitag, 8:00 bis 17:00 Uhr, Antwort innerhalb eines Werktags
Besprechungen Als Videotermin über Microsoft Teams oder Google Meet
Ihre Anfrage ist eingegangen
Sie hören spätestens am nächsten Werktag von uns. Haben Sie einen Ausfall gemeldet, der Ihr Team gerade blockiert, kümmern wir uns zuerst darum.
Wir klären Offenes. Fehlt uns eine Angabe für die Einschätzung, schreiben wir Ihnen oder schlagen einen kurzen Videotermin über Teams oder Google Meet vor.
Sie erhalten ein Angebot. Darin stehen Umfang, Preis in Euro zzgl. USt und ein realistischer Starttermin, ohne Kleingedrucktes.
Sie entscheiden. Das Angebot kommt per E-Mail. Nehmen Sie sich Zeit, fragen Sie zu jedem Punkt nach und entscheiden Sie danach in Ruhe.
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