Angenommen, ein Onlineshop auf Shopware aus Salzburg verkauft Naturkosmetik, rund achtzig Bestellungen am Tag. Die Rechnungen erzeugt der Shop, die Buchhaltung macht eine Steuerberatungskanzlei in BMD. Einmal im Monat exportiert jemand eine CSV-Datei, schickt sie per Mail an die Kanzlei und legt die Auszahlungsberichte von PayPal, Klarna und dem Kreditkartenanbieter dazu. In der Kanzlei beginnt dann das Puzzle: Welche Auszahlung gehört zu welchen Bestellungen, wo sind die Gebühren, warum stimmt die Summe der Retouren nicht mit den Gutschriften überein, und hat die Kundin aus München nun österreichische oder deutsche Umsatzsteuer bezahlt? Jede Rückfrage kostet Honorar, und der Monatsabschluss verschiebt sich um Tage. Unsere Anbindung sorgt dafür, dass Belege, Steuercodes, Zahlungen und Gebühren in einer Form ankommen, die Ihre Kanzlei oder Ihr ERP ohne Nacharbeit verarbeiten kann. Die Regeln dafür legen Sie mit Ihrer Steuerberatung fest, wir setzen sie technisch um.
Am Anfang steht eine einfache Frage mit großer Wirkung: Wo entsteht die Rechnung, im Shop oder im ERP? Davon hängt ab, welche Daten wohin fließen und wer für die Nummernkreise verantwortlich ist.
Auf der Seite der Buchhaltung BMD NTCS, RZL, Mesonic WinLine, Microsoft Dynamics 365 Business Central und Odoo, auf der Seite des Shops Shopware, WooCommerce, Shopify, Magento und JTL. Sage DPW binden wir an, wenn Provisionen oder Prämien aus Shopumsätzen in die Lohnverrechnung fließen sollen.
Buchungsexport für die Kanzlei
Erlöskonten, Steuercodes, Einzel- oder Sammeldebitor und Belegnummern im Importformat, das BMD oder RZL in Ihrer Kanzlei erwartet. Dazu der Beleg als PDF, damit jede Buchung ihren Nachweis hat.
Steuersätze und Länder
20, 13 oder 10 Prozent je nach Artikel, das OSS-Verfahren für Privatkundschaft in anderen EU-Ländern, steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung mit Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, die vorher auf Gültigkeit geprüft wird, und Ausfuhren in die Schweiz ohne österreichische Umsatzsteuer.
Zahlungen und Gebühren
Auszahlungen von PayPal, Klarna, Stripe oder dem Kartenanbieter werden in einzelne Bestellungen, Rückzahlungen und Gebühren zerlegt. Die Bank zeigt einen Betrag, die Buchhaltung sieht, woraus er besteht.
Gutschriften und Stornos
Eine Retoure im Shop erzeugt eine Gutschrift mit Bezug auf die ursprüngliche Rechnung. Nichts wird gelöscht oder überschrieben, denn Belege müssen nach der BAO sieben Jahre unverändert aufbewahrt werden.
E-Rechnung für Firmenkunden
Wer an Unternehmen liefert, wird zunehmend nach strukturierten Rechnungen gefragt. Wir erzeugen ebInterface für österreichische Geschäftskundschaft und ZUGFeRD oder XRechnung für Kundschaft in Deutschland, jeweils aus denselben Daten wie das PDF.
Registrierkasse im Geschäft
Haben Sie neben dem Shop ein Geschäft, verbinden wir den Shop mit Ihrem bestehenden Kassensystem, etwa für Abholung im Laden mit Zahlung vor Ort. Registrierkassen verkaufen oder installieren wir nicht; wir sorgen für den sauberen Datenaustausch mit Ihrer Kassa.
So gehen wir vor
Eine Cloud-Lösung wie Business Central oder Odoo ist schneller verbunden als eine lokal installierte Warenwirtschaft mit mehreren Lagern. Den Zeitplan nennen wir nach dem ersten Termin.
01
Termin mit der Kanzlei
Kontenplan, Steuercodes, Debitorenlogik, Sonderfälle wie OSS oder Lieferungen in die Schweiz. Die Kanzlei entscheidet über die Regeln, wir halten sie schriftlich fest.
02
Testumgebung
Die Schnittstelle arbeitet zuerst mit einem Testmandanten oder einer Kopie. Ihre echte Buchhaltung wird während der Entwicklung nicht berührt.
03
Probelauf mit echten Daten
Wir spielen einen vergangenen Monat komplett durch und vergleichen das Ergebnis mit dem, was die Kanzlei damals händisch gebucht hat.
04
Start und Begleitung
Umstellung zu Monatsbeginn, abseits von UVA-Terminen, und ein gemeinsamer Abgleich nach dem ersten Monat.
Sammeldebitor oder eigenes Kundenkonto? Diese Frage entscheidet über Wochen Arbeit. Bucht die Kanzlei die gesamte Privatkundschaft auf ein Sammelkonto, ist der Export schlank, offene Posten lassen sich aber kaum einzelnen Bestellungen zuordnen. Legt sie für jede Käuferin und jeden Käufer ein Konto an, wird der Abgleich leicht, der Kontenplan aber schnell unübersichtlich. Beides ist zulässig, beides hat Folgen für Mahnwesen und Retouren. Entscheiden Sie das mit Ihrer Steuerberatung, bevor die erste Zeile Code entsteht.
Häufige Fragen
In der Regel sehr gern, denn sie spart sich das Abtippen und Suchen. Wir stimmen das Importformat direkt mit der Kanzlei ab, liefern Testdateien und passen Kontierung oder Belegnummern an ihre Vorgaben an. Die fachliche Verantwortung für die Buchungslogik bleibt bei der Kanzlei.
Ja. Wir bauen die Anbindung so, dass die Logik für Steuercodes, Zahlungen und Gutschriften unabhängig vom Zielsystem bleibt. Bei einem Wechsel tauschen wir nur das Ausgabeformat. Die steuerliche Einordnung der einzelnen Fälle legt dabei weiterhin Ihre Kanzlei fest, nicht wir.
Für Umsätze im Geschäft gilt weiterhin die Registrierkassenpflicht nach der RKSV mit Belegerteilung. Wir verbinden Shop und Ihr Kassensystem, damit Lagerstände stimmen und Abholbestellungen richtig in der Kassa landen. Welche Umsätze der Kassenpflicht unterliegen, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.
Privatkundschaft bekommt weiterhin ein PDF. Bei Geschäftskundschaft steigt die Nachfrage nach ebInterface, ZUGFeRD oder XRechnung, vor allem bei größeren Abnehmern und Kunden in Deutschland. Wir bauen die Anbindung so, dass Sie das Format je Kunde wählen können.
Das hängt von Shop, Buchhaltungssystem und Sonderfällen ab. Eine Standardanbindung mit vorhandenem Konnektor ist vor allem Konfiguration und Test, eine eigene Schnittstelle mit Zahlungsabgleich deutlich mehr. Nach dem ersten Termin erhalten Sie ein Angebot auf Basis von 110 € pro Stunde zzgl. USt.
Nennen Sie uns Shopsystem, Buchhaltungssoftware oder Kanzlei-Software, Zahlungsarten und ungefähre Bestellmenge. Wir antworten mit einem Vorschlag und einem Zeitrahmen.
Erreichbarkeit Montag bis Freitag, 8:00 bis 17:00 Uhr, Antwort innerhalb eines Werktags
Besprechungen Als Videotermin über Microsoft Teams oder Google Meet
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Sie hören spätestens am nächsten Werktag von uns. Haben Sie einen Ausfall gemeldet, der Ihr Team gerade blockiert, kümmern wir uns zuerst darum.
Wir klären Offenes. Fehlt uns eine Angabe für die Einschätzung, schreiben wir Ihnen oder schlagen einen kurzen Videotermin über Teams oder Google Meet vor.
Sie erhalten ein Angebot. Darin stehen Umfang, Preis in Euro zzgl. USt und ein realistischer Starttermin, ohne Kleingedrucktes.
Sie entscheiden. Das Angebot kommt per E-Mail. Nehmen Sie sich Zeit, fragen Sie zu jedem Punkt nach und entscheiden Sie danach in Ruhe.
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