Leistung · Systemadministration

Virtualisierung

Eine Spedition in Wels betreibt im Keller vier Server unterschiedlichen Alters: einen für das Transportmanagementsystem, einen Terminalserver für die Disposition, einen Dateiserver und einen, auf dem die Telematik-Schnittstelle zu den Lkw läuft. Jeder ist zu einem Bruchteil ausgelastet, jeder hat eine andere Garantie und jeder ist ein eigener Ausfallpunkt. Fällt der Telematik-Server an einem Freitagnachmittag aus, sieht die Disposition keine Fahrzeugpositionen mehr, bis Ersatzhardware kommt. Mit Virtualisierung wird jeder dieser Server zu einer Maschine, die auf einem von zwei Hosts läuft und bei einem Defekt auf dem anderen startet. Updates bekommen einen Rückweg, Testumgebungen entstehen in Minuten, und der Keller wird leiser. Wir planen, installieren und migrieren per Fernzugriff; die Hardware bestellen Sie bei Ihrem Händler, der sie auch einbaut.

Messwerte
statt Katalogempfehlung
Wiederanlauf
vor Projektende getestet
Proxmox
Open Source aus Wien
Lizenzen
über drei Jahre gerechnet

Leistungsumfang

Virtualisierung ist kein Produkt, sondern eine Entscheidung mit langer Wirkung. Deshalb nehmen wir uns für Planung und Test mehr Zeit als für die Installation selbst.

Umfang mit unserem Technikteam abstimmen

Bestand und Abhängigkeiten

Welche Server gibt es, was läuft darauf, welche Anwendungen sprechen miteinander und welche Hardware wird angesprochen, etwa ein Dongle für eine Lizenz oder eine serielle Schnittstelle. Solche Sonderfälle klären wir vor dem Kauf.

Kapazität aus Messungen

Eine Woche Aufzeichnung von Prozessor, Arbeitsspeicher, Speicherzugriffen und Netzwerk, inklusive der Spitzen am Monatsende. Dazu kommt ein Puffer für Wachstum und für den Fall, dass ein Host allein alles tragen muss.

Plattformvergleich

Hyper-V ist für reine Windows-Umgebungen mit Datacenter-Lizenz naheliegend, Proxmox VE punktet bei Kosten und bringt ZFS und Ceph mit, VMware bleibt dort sinnvoll, wo Hersteller es vorschreiben. Wir schreiben die Vor- und Nachteile für Ihren Fall auf.

Speicher und Netz

Lokale SSDs mit Replikation, gemeinsamer Speicher oder Ceph-Cluster ab drei Hosts. Getrennte Netze für Verwaltung, Replikation und Datenverkehr der Anwendungen.

Migration

Umzug jedes Servers in einem abgestimmten Fenster, Test mit den Beschäftigten, die die Anwendung täglich nutzen, und ein Rückweg auf die alte Hardware für die ersten Tage.

Sicherung und Replikation

Sicherung ganzer VMs mit Kopie außer Haus, etwa in einem Rechenzentrum in Österreich oder der EU, und Replikation zwischen den Hosts in kurzen Abständen.

Wiederanlaufplan

Ein Dokument, das festlegt, in welcher Reihenfolge Maschinen starten, welche Abhängigkeiten zu beachten sind und wer informiert wird. Getestet, bevor wir das Projekt abschließen.

So gehen wir vor

Die Dauer hängt vor allem von der Zahl der Server und der Lieferzeit der Hardware ab. Die Arbeit selbst erledigen wir ohne Termin vor Ort.

01

Analyse

Bestand, Messwerte, Abhängigkeiten und ein Gespräch darüber, welche Ausfallzeit Sie sich leisten können.

02

Konzept

Plattform, Hardwareliste für Ihren Händler, Netzplan, Sicherungs- und Wiederanlaufkonzept mit Kosten über drei Jahre.

03

Aufbau

Nach Lieferung und Einbau durch den Händler installieren wir per Fernverwaltung, richten Netz und Speicher ein und testen die Leistung.

04

Umzug und Abnahme

Server für Server, danach ein geplanter Ausfalltest, bei dem wir einen Host abschalten und prüfen, ob alles weiterläuft.

Hardware mit Sonderanschluss zuerst prüfen. In Speditionen, Produktionsbetrieben und Ordinationen hängen an Servern oft Lizenzdongles, Messgeräte oder Telematik-Empfänger per USB oder serieller Schnittstelle. Nicht jede Plattform reicht solche Geräte zuverlässig an eine virtuelle Maschine durch. Wir klären das vor dem Kauf mit dem Hersteller der Fachsoftware, damit die Umstellung nicht am letzten Server scheitert.

Häufige Fragen

Schon ab zwei, wenn Ausfallzeiten teuer sind oder die Hardware ohnehin erneuert werden muss. Der Vorteil liegt dann weniger in eingesparten Geräten als im Rückweg bei Updates und im schnellen Wiederanlauf. Bei einem einzelnen, neuen Server mit guter Sicherung raten wir oft zu warten.

Ja, sofern jemand die Plattform versteht. Proxmox wird von einem Unternehmen in Wien entwickelt, ist quelloffen und bietet kostenpflichtige Subskriptionen mit stabilen Update-Kanälen und Herstellersupport. Wir empfehlen diese Subskription für produktive Umgebungen.

Laufen Verträge noch, gibt es keinen Grund zur Eile. Wir rechnen durch, was eine Verlängerung im Vergleich zu Hyper-V oder Proxmox kostet, und prüfen, ob Ihre Sicherungssoftware und Ihre Fachanwendungen die Alternative unterstützen. Die Migration kann schrittweise erfolgen.

Ja, virtuelle Maschinen lassen sich auch bei Anbietern mit Rechenzentren in Österreich und der EU betreiben, etwa bei Exoscale, Anexia oder Hetzner. Ob sich das rechnet, hängt von Datenmengen, Lizenzbedingungen der Fachsoftware und Ihrer Internetanbindung ab. Wir stellen beide Varianten gegenüber.

Der Hersteller im Rahmen der Garantie oder Ihr Händler. Dank Replikation laufen die Maschinen in der Zwischenzeit auf dem zweiten Host weiter. Wir koordinieren den Garantiefall und nehmen den reparierten Host danach wieder in Betrieb.

Planen wir Ihre virtuelle Umgebung

Welche Server betreiben Sie heute, was läuft darauf und gibt es angeschlossene Sondergeräte? Wir antworten mit ersten Fragen und einem groben Konzept.

Erreichbarkeit
Montag bis Freitag, 8:00 bis 17:00 Uhr, Antwort innerhalb eines Werktags
Besprechungen
Als Videotermin über Microsoft Teams oder Google Meet

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