Leistung · Websites und Webanwendungen

Marktplatz-Plattform

Fast jede Marktplatzidee entsteht aus einem unübersichtlichen Markt: viele kleine Anbieter, Käufer, die nicht wissen, wo sie suchen sollen, und keine Plattform, die beide vertrauenswürdig zusammenbringt. Die Idee ist meistens gut. Die Schwierigkeit liegt darin, dass ein Marktplatz nicht nur Anzeigen zeigt, sondern auch für sie einstehen muss. Angenommen, jemand baut eine Plattform für gebrauchte Ski- und Snowboardausrüstung aus Verleihstationen in Tirol und Salzburg. Kommt ein Paar Tourenski mit gebrochener Kante an oder existiert gar nicht, beschwert sich die Käuferin bei der Plattform und nicht beim Verleih. Deshalb entwerfen wir zuerst die Regeln für Vertrauen, Zahlung und Reklamation und erst danach die sichtbare Oberfläche.

Anbieterprüfung
Identität und Konto vor der ersten Auszahlung
Geteilte Zahlung
Provision automatisch einbehalten
DSA
Meldewege und Nachverfolgbarkeit der Händler
MVP
erste Version in einer Region, einer Kategorie

Leistungsumfang

Ein Marktplatz hat drei Seiten: Anbieter, Käufer und Betreiber. Für jede davon gibt es eigene Funktionen, und alle drei müssen am ersten Tag funktionieren.

Umfang mit unserem Technikteam abstimmen

Anbieter-Onboarding

Registrierung, Prüfung von Registrierungs- und Gewerbedaten, Bankverbindung und Identität über den Zahlungsdienstleister, Vertragsannahme und ein Dashboard für Angebote, Bestellungen und Auszahlungen.

Zahlungsfluss über Lizenzierte

Käufer zahlen an die Plattform, der Zahlungsdienstleister teilt den Betrag auf, behält Ihre Provision ein und zahlt den Rest an den Anbieter aus. So nehmen Sie selbst kein fremdes Geld entgegen, wofür unter Umständen eine eigene Zulassung als Zahlungsdienstleister nötig wäre. Das klären Sie im Einzelfall mit Ihrer Rechtsberatung.

Suche, Filter und Vertrauen

Suche mit Filtern nach Kategorie, Zustand, Region und Preis, Anbieterprofile mit Bewertungen und klare Angaben, ob privat oder gewerblich verkauft wird.

Moderation und Meldewege

Werkzeuge zur Prüfung neuer Angebote, ein Meldeverfahren für rechtswidrige Inhalte und Begründungen bei Sperren, wie es der Digital Services Act von Online-Plattformen verlangt.

Reklamation und Streitfälle

Ein geregelter Ablauf für Rücksendungen, Mängel und Nichtlieferung mit Fristen, Beweisfotos und der Möglichkeit, Auszahlungen bis zur Klärung zurückzuhalten.

Betreiberbereich

Provisionsmodelle pro Kategorie, Auswertungen zu Umsatz und Reklamationsquote, Export für die Buchhaltung und die Daten, die Sie für die DAC7-Meldung an die Finanzverwaltung brauchen.

So gehen wir vor

Wir empfehlen, klein zu starten: eine Region, eine Kategorie, einige ausgewählte Anbieter. Erst wenn der Ablauf dort funktioniert, lohnt sich der Ausbau.

01

Regelwerk

Wir erarbeiten mit Ihnen Nutzungsbedingungen, Provisionsmodell, Reklamationsablauf und Moderationsregeln. Juristische Texte stimmen Sie mit Ihrer Rechtsberatung ab, wir sorgen dafür, dass die Plattform sie technisch abbildet.

02

Zahlungsdienstleister wählen

Vergleich von Stripe Connect, Mangopay oder Adyen nach Gebühren, Auszahlungsrhythmus, Anbieterprüfung und Unterstützung von eps und Kreditkarte.

03

Erste Version

Aufbau von Anbieter-Onboarding, Katalog, Checkout mit geteilter Zahlung und Moderationsbereich. Ein Testlauf mit fünf bis zehn echten Anbietern deckt die Lücken auf.

04

Start und Ausbau

Öffnung für Käufer in einer Region, wöchentliche Auswertung von Reklamationen und Suchanfragen ohne Treffer, danach schrittweise weitere Kategorien.

Die Plattform muss wissen, wer verkauft, bevor sie auszahlt. Zahlungsdienstleister für Marktplätze verlangen die Prüfung von Identität und Bankkonto jedes Anbieters, und der Digital Services Act verpflichtet Online-Marktplätze, soweit keine Ausnahme für Klein- und Kleinstunternehmen greift, Kontaktdaten und Registrierungsangaben gewerblicher Händler zu erfassen. Fehlt das im Onboarding, werden die ersten Auszahlungen genau dann blockiert, wenn der Marktplatz Schwung aufnimmt. Die Anbieterprüfung gehört deshalb in die erste Version, nicht in eine spätere Ausbaustufe.

Häufige Fragen

Für einen ersten Test oft ja, etwa mit Erweiterungen für Shopware oder WooCommerce oder mit spezialisierten SaaS-Lösungen. Sobald Provisionsmodell, Moderation oder Reklamation vom Standard abweichen, stoßen diese Lösungen an Grenzen. Wir prüfen, wie weit eine fertige Basis trägt.

Das hängt von Ihren Nutzungsbedingungen und der Rolle der Plattform ab. Technisch sorgen wir für Anbieterprüfung, zurückgehaltene Auszahlungen und Nachvollziehbarkeit. Die rechtliche Einordnung gehört in die Hände Ihrer Rechtsberatung.

Plattformbetreiber müssen der Finanzverwaltung bestimmte Angaben zu Anbietern und deren Umsätzen melden. Wir bauen die Plattform so, dass diese Daten vollständig erfasst und exportiert werden können. Die Meldung selbst bereiten Sie mit Ihrer Steuerberatung vor.

Üblich sind Provisionen pro Verkauf, Monatsgebühren für Anbieter, kostenpflichtige Hervorhebungen oder eine Kombination. Welches Modell passt, hängt von der Marge Ihrer Anbieter ab. Wir rechnen das mit Ihnen durch, bevor es in der Software festgeschrieben wird.

Sprechen wir über Ihre Marktplatzidee

Beschreiben Sie, wer auf der Plattform verkauft, wer kauft und wie Sie Geld verdienen möchten. Wir melden uns innerhalb eines Werktags mit ersten Fragen.

Erreichbarkeit
Montag bis Freitag, 8:00 bis 17:00 Uhr, Antwort innerhalb eines Werktags
Besprechungen
Als Videotermin über Microsoft Teams oder Google Meet

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