Manche Anwendungen vertragen keine Nachbarn. Denken Sie an eine Spedition in Wels, deren Lagerverwaltung um halb sechs Uhr früh hunderte Kommissionieraufträge für die ersten Touren ausspuckt, oder an einen Zulieferer in Oberösterreich, dessen ERP nachts die Materialbedarfsplanung durchrechnet. Auf einem geteilten System hängt die Geschwindigkeit dann auch davon ab, was andere Kunden des Anbieters gerade tun. Ein dedizierter Server beseitigt diese Unsicherheit: eine vollständige physische Maschine in einem Rechenzentrum, monatlich gemietet, deren Prozessoren, Speicher und Platten ausschließlich Ihnen zur Verfügung stehen. Der Anbieter kümmert sich um Strom, Klimatisierung und defekte Teile. Betriebssystem, Datenbanken, Sicherungen und Sicherheit betreuen wir per Fernwartung. Ihr Unternehmen kauft keine Hardware, und niemand muss je in einen Serverraum.
Bei einem dedizierten Server teilen sich zwei Parteien die Verantwortung: das Rechenzentrum für Blech und Strom, wir für alles, was darauf läuft. Entscheidend ist, dass diese Grenze schriftlich gezogen ist.
Prozessor, Arbeitsspeicher und Laufwerke richten sich nach der gemessenen Last Ihrer Systeme, nicht nach dem Katalog. NVMe-Laufwerke, wenn die Datenbank auf Platten wartet, mehr Speicher, wenn Berichte im Arbeitsspeicher gerechnet werden.
Rechenzentrum und Vertrag
Standort in Österreich oder einem anderen EU-Land, doppelte Strom- und Netzanbindung, vertraglich zugesagte Fristen für den Teiletausch und ein Auftragsverarbeitungsvertrag, der zu Ihrer Datenschutzdokumentation passt.
Plattenverbund und Fernkonsole
RAID passend zur Last, Betriebssystem, internes Netz zwischen mehreren Maschinen und ein Zugang zur Out-of-Band-Konsole. Damit erreichen wir den Server auch dann, wenn er nicht mehr bootet.
Mehrere Systeme auf einer Maschine
Mit Proxmox oder Hyper-V wird der Server auf Wunsch in virtuelle Maschinen aufgeteilt: Warenwirtschaft, Dateiablage und Terminalserver sauber getrennt, jede mit eigenen Ressourcen und eigenem Wartungstermin.
Netz und Firewall
Eine vorgeschaltete Firewall, Zugang für Standorte und Homeoffice über VPN, getrennte Netze für Verwaltung und Anwendungen. Nur freigegebene Dienste sind von außen erreichbar.
Sicherung und Zweitsystem
Tägliche Sicherung auf externen Speicher mit Löschsperre. Kostet eine Stunde Stillstand mehr als eine zweite Maschine, richten wir einen replizierten Reserveserver ein.
Laufender Betrieb
Updates, Überwachung von Platten und RAID-Zustand, Störungsmeldungen an das Rechenzentrum, Kontrolle nach jedem Teiletausch und einmal im Jahr ein Blick darauf, ob Größe und Kosten noch stimmen.
So gehen wir vor
Wie schnell es geht, bestimmt vor allem die Lieferbarkeit des Modells beim Anbieter. Den Umzug spielen wir einmal vollständig durch, bevor der echte Termin feststeht.
01
Lastprofil
Eine Woche Aufzeichnung von Prozessor, Speicher, Platten und Netz auf Ihren heutigen Systemen, möglichst inklusive eines Monatsabschlusses oder einer Inventur.
02
Entscheidungsgrundlage
Ein oder zwei Modelle mit Miete, Lizenzen und Betreuung, daneben die Rechnung für einen großen VPS. Sie entscheiden mit Zahlen statt mit Bauchgefühl.
03
Aufbau und Generalprobe
Vollständige Installation, danach ein Probeumzug mit Stoppuhr. Aus der gemessenen Dauer ergibt sich das Umstellungsfenster, immer außerhalb der Arbeitszeit.
04
Umstellung und Übergabe
Wechsel auf den neuen Server, Prüfung mit den wichtigsten Anwenderinnen und Anwendern, danach Regelbetrieb mit Überwachung und Patch-Kalender.
Die Lizenz kann teurer sein als die Hardware. Windows Server und Microsoft SQL Server werden in der Regel nach Prozessorkernen lizenziert. Ein Server mit doppelt so vielen Kernen wirkt in der Miete günstig, kann aber die Lizenzkosten verdoppeln, obwohl Ihre Warenwirtschaft die zusätzlichen Kerne nie ausnutzt. Deshalb rechnen wir Miete und Softwarelizenzen immer gemeinsam und empfehlen oft eine Maschine mit weniger, dafür schnelleren Kernen.
Häufige Fragen
Gängige Modelle stellen Anbieter oft innerhalb weniger Werktage bereit, Sonderkonfigurationen können einige Wochen dauern. Rechnen Sie inklusive Probeumzug mit zwei bis vier Wochen bis zum Produktivstart.
Das Monitoring meldet den Defekt, wir öffnen beim Rechenzentrum ein Ticket, dessen Technik die Platte tauscht, und wir überwachen den Neuaufbau des RAID. Der Server läuft währenddessen weiter. Ein RAID schützt allerdings nur vor Hardwaredefekten, nicht vor Löschungen oder Ransomware, dafür ist die externe Sicherung da.
Das nennt sich Colocation und ist möglich, verlangt aber Einbau, Verkabelung und Teiletausch vor Ort. Das übernehmen wir nicht, dafür bräuchten Sie einen lokalen Partner. Gemietete Server ersparen Ihnen diese Arbeit, weil das Rechenzentrum für die Hardware zuständig ist.
Vorher übertragen wir alle Daten auf das neue Zielsystem und löschen sie danach auf dem alten Server. Wie das Rechenzentrum die Laufwerke anschließend behandelt und ob es eine Löschbestätigung ausstellt, klären wir vorab mit dem Anbieter. Eine solche Bestätigung legen Sie zu Ihrer Datenschutzdokumentation.
Montag bis Freitag von 8:00 bis 17:00 Uhr österreichischer Zeit, mit der Reaktionszeit Ihres Pakets: 4 Stunden in Start, 1 Stunde in Business, 15 Minuten in Premium. Premium-Kunden erhalten zusätzlich eine Bereitschaftsnummer rund um die Uhr, die im Vertrag steht.
Beschreiben Sie, welche Systeme laufen sollen, wie groß Ihre Datenbanken ungefähr sind und ob es Vorgaben zum Standort gibt. Sie erhalten passende Modelle mit Gesamtkosten.
Erreichbarkeit Montag bis Freitag, 8:00 bis 17:00 Uhr, Antwort innerhalb eines Werktags
Besprechungen Als Videotermin über Microsoft Teams oder Google Meet
Ihre Anfrage ist eingegangen
Sie hören spätestens am nächsten Werktag von uns. Haben Sie einen Ausfall gemeldet, der Ihr Team gerade blockiert, kümmern wir uns zuerst darum.
Wir klären Offenes. Fehlt uns eine Angabe für die Einschätzung, schreiben wir Ihnen oder schlagen einen kurzen Videotermin über Teams oder Google Meet vor.
Sie erhalten ein Angebot. Darin stehen Umfang, Preis in Euro zzgl. USt und ein realistischer Starttermin, ohne Kleingedrucktes.
Sie entscheiden. Das Angebot kommt per E-Mail. Nehmen Sie sich Zeit, fragen Sie zu jedem Punkt nach und entscheiden Sie danach in Ruhe.
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