Angenommen, ein Planungsbüro in St. Pölten mit acht Beschäftigten betreibt Zeiterfassung, Projektdatenbank und ein kleines Kundenportal auf einem Tower-PC, der seit Jahren im Abstellraum neben dem Kopierer steht. Solange niemand daran denkt, läuft alles. Dann gibt an einem Freitagnachmittag das Netzteil auf, und plötzlich merkt das ganze Büro, wie viel an diesem einen Gerät hängt. Ein VPS ist in so einer Lage der naheliegende nächste Schritt: eine virtuelle Maschine mit fest zugeteilten Prozessorkernen, Arbeitsspeicher und Speicherplatz in einem professionellen Rechenzentrum in Österreich oder der EU. Strom, Kühlung und Hardwaretausch sind Sache des Anbieters, erreichbar ist der Server von überall, wo eine gesicherte Verbindung besteht. Dasselbe gilt für die Website, die dem billigen Webspace entwachsen ist, oder das interne Werkzeug, das jemand einmal programmiert hat. Was ein VPS nicht mitbringt, ist Pflege. Die übernehmen wir: Auswahl, Einrichtung, Härtung und laufenden Betrieb, vollständig per Fernwartung.
Eine virtuelle Maschine im Webpanel anzulegen dauert zwei Minuten. Die eigentliche Arbeit liegt davor und danach: eine Konfiguration ohne offene Flanken, Sicherungen, die sich zurückspielen lassen, und jemand, der Warnmeldungen tatsächlich liest.
Exoscale mit Standort Wien, Anexia, Hetzner, IONOS oder OVHcloud, wenn Nähe und Preis zählen; Microsoft Azure, AWS oder Google Cloud mit Regionen in der EU, wenn Ihr Unternehmen dort bereits Konten führt. Verglichen werden Standort, Auftragsverarbeitungsvertrag, Erreichbarkeit des Supports und Gebühren für Datenverkehr.
Härtung vor dem ersten Login
Aktuelles Betriebssystem, Anmeldung nur per SSH-Schlüssel oder zweitem Faktor, Firewall mit den wirklich nötigen Ports, abgeschaltete Dienste, automatische Sperre nach Fehlversuchen. Erst danach kommen echte Daten auf das System.
Kein Verwaltungsport im Internet
Weboberflächen, Datenbank und Remote Desktop erreicht Ihr Team über ein VPN oder ein Gateway mit Mehrfaktor-Anmeldung. Von außen sichtbar bleibt nur, was öffentlich sein soll, etwa die Website auf Port 443.
Blick von außen
Neben der Überwachung von Platte, Speicher und Prozessor prüft ein externer Dienst im Minutentakt, ob Ihre Anwendung antwortet und wie schnell. So fällt ein Ausfall auf, bevor die erste Beschwerde eintrifft.
Snapshot plus echtes Backup
Vor jeder größeren Änderung ein Snapshot für den schnellen Rückweg, dazu jede Nacht eine Sicherung bei einem zweiten europäischen Anbieter. Einmal im Quartal holen wir eine Stichprobe zurück und notieren, wie lange das gedauert hat.
Patch-Kalender und Monatsnotiz
Sicherheitsupdates in festen Wartungsfenstern, Hinweise auf ablaufende TLS-Zertifikate und eine kurze monatliche Notiz: was gemacht wurde, was auffällt, wo Sie entscheiden sollten.
So gehen wir vor
Ein einfacher VPS ist in wenigen Tagen betriebsbereit. Übersiedelt eine gewachsene Anwendung samt Datenbank, legen wir die Umstellung auf einen ruhigen Abend.
01
Anforderungen
Ein Videotermin von einer knappen Stunde: Programme, Anzahl gleichzeitiger Nutzerinnen und Nutzer, vorhandene Lizenzen, heutiger Ablageort der Daten.
02
Grundaufbau
Maschine im Konto Ihres Unternehmens, Betriebssystem, Härtung, Überwachung. Solange dieser Schritt läuft, liegt noch kein einziger echter Datensatz darauf.
03
Probelauf und Wechsel
Zuerst eine Testübernahme mit zwei Schlüsselpersonen, dann der eigentliche Wechsel im vereinbarten Zeitfenster und die Umstellung der Arbeitsplätze per Fernwartung.
04
Übergabe
Zugänge im Passwortmanager, eine schriftliche Beschreibung der Umgebung und eine gemeinsame Wiederherstellung im Videocall, damit Sie den Ablauf einmal gesehen haben.
Das Konto gehört Ihnen, nicht dem Dienstleister. Oft liegt der Server eines Unternehmens im Kundenkonto einer Agentur oder eines früheren IT-Betreuers. Endet die Zusammenarbeit, beginnt ein mühsames Tauziehen um Zugänge, Rechnungen und Daten. Wir legen VPS grundsätzlich im Konto Ihres Unternehmens an, mit Ihrer Rechnungsadresse und einem Notfallzugang, der bei Ihnen hinterlegt ist. Wenn Sie den Betreuer wechseln, übergeben Sie ein Passwort und eine Dokumentation, nicht einen Server.
Häufige Fragen
Für eine Visitenkarten-Website oft ja. Sobald Sie eigene Software installieren, mehrere Anwendungen betreiben, Beschäftigte per Remote Desktop arbeiten lassen oder die Seite unter Last spürbar langsamer wird, stößt geteilter Webspace an seine Grenzen. Genügt das günstigere Paket, sagen wir es Ihnen.
Ja. Es gibt Anbieter mit Rechenzentren in Österreich, etwa Exoscale mit Standort Wien. Wenn Kunden oder Verträge keinen bestimmten Standort verlangen, kommen auch Rechenzentren in anderen EU-Ländern infrage. Die Wahl halten wir schriftlich fest und tragen sie in Ihr Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten ein.
Wir arbeiten mit persönlichen, protokollierten Konten statt mit einem geteilten Root-Passwort. Ein zusätzlicher Notfallzugang liegt versiegelt bei Ihnen, etwa in einem Passwortmanager, auf den nur die Geschäftsführung Zugriff hat. Wer wann was geändert hat, ist jederzeit nachvollziehbar.
Mehr Kerne und Arbeitsspeicher sind meist in wenigen Minuten zugeschaltet, oft mit einem kurzen Neustart am Abend. Wird die Last dauerhaft groß oder verlangt ein Vertrag exklusive Hardware, ziehen wir auf einen dedizierten Server um. Die Dokumentation aus dem VPS-Betrieb macht diesen Schritt einfach.
Aus zwei getrennten Teilen. Die Maschine verrechnet der Anbieter direkt an Ihr Unternehmen. Unsere Betreuung kostet 110 € pro Stunde zzgl. USt oder ist in einem Servicepaket enthalten: Start ab 890 € pro Monat zzgl. USt, Business um 1.890 € oder Premium ab 3.490 € pro Monat, jeweils zzgl. USt.
Schreiben Sie uns, welche Programme auf den Server sollen und wie viele Personen damit arbeiten. Sie erhalten eine Empfehlung zu Größe und Anbieter und eine Einschätzung des Betreuungsaufwands.
Erreichbarkeit Montag bis Freitag, 8:00 bis 17:00 Uhr, Antwort innerhalb eines Werktags
Besprechungen Als Videotermin über Microsoft Teams oder Google Meet
Ihre Anfrage ist eingegangen
Sie hören spätestens am nächsten Werktag von uns. Haben Sie einen Ausfall gemeldet, der Ihr Team gerade blockiert, kümmern wir uns zuerst darum.
Wir klären Offenes. Fehlt uns eine Angabe für die Einschätzung, schreiben wir Ihnen oder schlagen einen kurzen Videotermin über Teams oder Google Meet vor.
Sie erhalten ein Angebot. Darin stehen Umfang, Preis in Euro zzgl. USt und ein realistischer Starttermin, ohne Kleingedrucktes.
Sie entscheiden. Das Angebot kommt per E-Mail. Nehmen Sie sich Zeit, fragen Sie zu jedem Punkt nach und entscheiden Sie danach in Ruhe.
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