Leistung · Cloud und Hosting

S3-kompatibler Objektspeicher

Ein Ziviltechnikerbüro in Innsbruck sammelt über die Jahre eine Menge an Daten, die niemand täglich öffnet, aber keiner löschen darf: Einreichpläne, BIM-Modelle abgeschlossener Projekte, Punktwolken aus Vermessungen, Fotodokumentationen von Baustellen. Das NAS im Büro ist zu neunzig Prozent voll, und die Sicherung davon liegt auf einer USB-Platte im selben Regal. Objektspeicher löst beide Probleme auf einmal. Er ist ein Cloud-Speicher, den Programme ansprechen, nicht Menschen im Dateiexplorer: Backup-Software, Webshops mit zehntausenden Produktbildern, Dokumentenmanagement oder eigene Anwendungen. Er wächst nahezu ohne Grenze mit, abgerechnet wird der belegte Platz. Der wichtigste Vorteil ist aber die Objektsperre: Gesperrte Daten kann bis zu einem festgelegten Datum niemand verändern oder löschen, nicht einmal ein Administrator und schon gar nicht ein Angreifer mit gestohlenen Zugangsdaten.

Unveränderlich
Löschsperre bis zum Stichtag
Skalierbar
von Gigabyte bis zu Hunderten Terabyte
Abrechnung
nach belegtem Speicher
Standort
Anbieter und Regionen in der EU

Leistungsumfang

Ein Bucket ist schnell angelegt. Ob er im Ernstfall hilft, entscheidet sich an Sperrfristen, Schlüsselrechten und daran, ob die nächtlichen Sicherungen wirklich ankommen.

Umfang mit unserem Technikteam abstimmen

Anbietervergleich mit Gesamtkosten

Exoscale mit Standort Wien, Hetzner, IONOS, OVHcloud oder die EU-Regionen der großen Clouds: Wir stellen Preis pro Terabyte, Abrufgebühren, Standort und Object-Lock-Unterstützung in einer Tabelle nebeneinander.

Getrennte Buckets

Sicherungen, Archiv und Anwendungsdateien kommen nie in denselben Bucket. Jeder hat eigene Verschlüsselung, eigene Zugriffsregeln und eine Zeile Dokumentation, wofür er da ist.

Object Lock im Compliance-Modus

Sie legen fest, wie lange Sicherungen unantastbar bleiben, etwa 30 Tage. In dieser Zeit kann sie niemand entfernen oder überschreiben, auch wir nicht und auch kein Angreifer mit Administratorrechten.

Anbindung bestehender Werkzeuge

Veeam, Acronis, restic, Synology Hyper Backup, Sicherungen von Microsoft 365 oder die Medienablage eines Shops werden mit dem Speicher verbunden. Wir prüfen, dass die Läufe nicht nur starten, sondern vollständig abschließen.

Schlüssel mit minimalen Rechten

Jedes System bekommt eigene Zugangsschlüssel. Die Backup-Software darf schreiben, aber nicht löschen. Schlüssel werden regelmäßig getauscht und im Passwortmanager Ihres Unternehmens verwahrt.

Automatische Speicherklassen

Ältere Daten wandern von selbst in günstigere Klassen, Abgelaufenes verschwindet nach Ihrer Aufbewahrungsregel. Niemand muss sich im Kalender notieren, alte Sicherungen aufzuräumen.

So gehen wir vor

Die Konfiguration selbst ist schnell erledigt. Bei mehreren Terabyte dauert der erste Upload je nach Leitung auch einige Tage.

01

Datenlandkarte

Welche Daten, wie viel davon, wie oft gesichert, wie lange aufbewahrt und wie rasch sie nach einem Vorfall wieder verfügbar sein müssen.

02

Konfiguration

Konto auf Ihr Unternehmen, Buckets, Verschlüsselung, Sperrfristen, Schlüssel und Regeln für Speicherklassen, zusammengefasst auf einem Datenblatt.

03

Erster Upload

Anbindung von Backup-Software oder Anwendung, begleiteter Erstlauf und Kontrolle der folgenden täglichen Läufe.

04

Rücksicherungstest

Wir holen einzelne Dateien und bei Bedarf eine ganze Maschine zurück. Erst wenn das klappt, gilt die Leistung als übergeben.

Backup und Archiv sind zwei verschiedene Dinge. Ein Backup soll nach einem Vorfall den letzten guten Stand zurückbringen und darf nach einigen Monaten verfallen. Ein Archiv hält abgeschlossene Unterlagen über Jahre unverändert fest, etwa Belege, die nach der Bundesabgabenordnung sieben Jahre aufzubewahren sind. Wer beides in denselben Topf wirft, zahlt entweder für ewig aufgehobene Sicherungen oder verliert Unterlagen, weil eine Rotationsregel sie gelöscht hat. Wir trennen die beiden deshalb von Anfang an in eigene Buckets mit eigenen Fristen.

Häufige Fragen

Das hängt von Datenmenge und Leitung ab. Einzelne Dateien sind in Minuten zurück, ein kompletter Server mit einigen hundert Gigabyte braucht je nach Bandbreite Stunden. Diese Zeit messen wir beim Rücksicherungstest, damit Sie nicht im Ernstfall zum ersten Mal davon erfahren.

Die meisten Anbieter verschlüsseln serverseitig standardmäßig, das prüfen wir bei der Auswahl. Bei sensiblen Daten, etwa aus einer Ordination, verschlüsseln wir zusätzlich schon vor dem Upload, sodass der Anbieter nur unlesbare Blöcke erhält. Der Schlüssel bleibt in Ihrem Unternehmen, mit einer Offline-Kopie, denn ohne ihn ist nichts wiederherstellbar.

Der häufigste Posten, den niemand einplant, sind Gebühren für den Abruf. Manche Anbieter verrechnen jedes heruntergeladene Gigabyte, was bei einer großen Rücksicherung ins Geld geht, andere kaum etwas. Deshalb nennen wir Ihnen neben der Monatsmiete immer auch, was eine vollständige Wiederherstellung kosten würde.

Der Speicher gehört mit Anbieter, Region und Frist in Ihr Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten, und mit dem Anbieter braucht es einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Gelöschte personenbezogene Daten existieren in Sicherungen weiter, bis diese ablaufen. Das ist vertretbar, wenn es dokumentiert und zeitlich begrenzt ist. Den passenden Text liefern wir mit.

Speicher und gegebenenfalls Abrufe verrechnet der Anbieter direkt. Für die Einrichtung fallen 110 € pro Stunde zzgl. USt an, Kontrolle der Läufe und regelmäßige Rücksicherungstests können Teil eines Servicepakets Start, Business oder Premium sein.

Sicherungen in S3-Speicher auslagern

Sagen Sie uns, welche Daten Sie ablegen möchten, wie groß die Menge ungefähr ist und womit Sie heute sichern. Wir antworten mit Anbietervorschlag, Konfiguration und Kosten.

Erreichbarkeit
Montag bis Freitag, 8:00 bis 17:00 Uhr, Antwort innerhalb eines Werktags
Besprechungen
Als Videotermin über Microsoft Teams oder Google Meet

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